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Restaurieren und richten von Billerbahnwagen

Posted by on 9. September 2013

Viele unsere Billerbahn-Wagen haben schon einen harten Spieleinsatz und häufig auch ungünstige Lagerung hinter sich. Dementsprechend ist häufig der Zustand. Doch der große Vorteil bei Blech – Man kann fast alles wieder gerade biegen und ausbeulen. Hier sind ein paar Tipps die ich an meinen Wagen in letzter Zeit des Öfteren gebraucht habe.

Die ersten Probleme fallen häufig schon bei den Kupplungen und Radlagern auf. Die Kupplung läßt sich leicht mit Zangen wieder gerade biegen so daß sie wieder richtig funktionieren. Bei den Radlagern ist darauf zu achten daß diese sauber ausgerichtet sind. Dazu gehört zunächst die seitlichen Lagerbleche die genau senkrecht stehen sollten. Aber auch die Achsen zu einander müssen in einer Ebene liegen. Das untere Bild von einem Drehgestell zeigt was alles falsch sein kann. Daneben ist ein fertig gerichtetes Drehgestell zu sehen.

Sollten die Achsstummel bereits einen leichten Rostansatz aufweisen sollte man die Achsen ausbauen und mit ganz feinem Schleifpapier (Körnung 400 oder feiner) den Rost entfernen. Man kann auch einen Schienenreinigungsgummi für normale Modellbahnen verwenden. Ein Tröpfchen Öl verbessert die Fahreigenschaften noch weiter. Wichtig ist, daß man ein zähflüssiges Öl nimmt (z.B. Motorenöl) das nicht so schnell auf die Gleise oder den Boden tropft und nicht am Achslager bleibt. Ich verwende einen Zahnstocher zum Auftragen.

Dieser Rungenwagen wurde in einem Bastel-Lot angeboten. Da er bis auf die Bühnengeländer und Ladung komplett war habe ich mich dazu entschieden ihn wieder herzurichten um meine andere beiden grünen Rungenwagen zu verstärken. Zunächst wurden die Drehgestelle entfernt. Hierzu müssen die 4 grünen Laschen aufgebogen werden und die Drehgestelle können samt Halteblech herausgenommen werden.

Danach wurden alle Blechteile wieder gerade gebogen. Die Rungen waren nach innen geknickt und besonders die Haltebleche der Drehgestelle waren stark verbogen, so daß die Radsätze daran geschleift haben. Nachdem alles wieder gerade war konnten die Haltebleche der Drehgestelle wieder von den Wagenenden her eingeschoben werden und die Laschen wieder nach innen umgebogen werden um sie zu befestigen.

Auf dem mittleren Bild sieht man übrigens noch die Feder welche die Rungen in ihren Positionen hält. Auch diese kann bei manchen Modellen verbogen sein. Zum Richten sollten alle drei Rungenhalter (gelbe Laschen) gelöst werden, damit die Feder Problemlos aus- und eingebaut werden kann. Alternativ müßte man den Rundstab entfernen was jedoch nicht so einfach wäre.

Bei den 4-Achsigen Wagen fehlen häufig die Bühnengeländer/Griffstangen an den Enden der Wagen. Diese lassen sich aber sehr einfach aus 1,5mm dickem Draht anfertigen. Benötigt wird je ein 10cm langes Stück. Der erste Knick erfolgt bei 2,5cm um 45°, der zweite Knick dann 0,5cm weiter, so daß das gerade Stück oben etwa 4cm lang ist. Die Stangen werden dann in die runden Taschen eingesteckt und diese mit einer Kombizange fest zu gerollt damit die Stangen an ihrem Platz bleiben. Notfalls helfen auch ein paar Tropfen Kleber.

Nach dem Richten der Achslager und ein paar Tropfen Öl ist der Wagen fertig für eine erste Probefahrt.

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